Identitätsdiebstahl im Web – wenn Sie nicht mehr Herr Ihrer Daten sind

85% der Internetnutzer haben Angst davor, dass ihre Identität geklaut wird. Sind Sie einer davon?
Was kann denn überhaupt passieren?

10000 Euro bezahlen? Ohne Gegenleistung? Ja, oder kleine, unauffällige Beträge Monat für Monat als Abbuchung von Ihrem Konto.
Es tauchen seltsame Beiträge unter Ihrem Namen auf Facebook auf. Sie sollen Rechnungen für Waren bezahlen, die Sie nie bestellt haben. Die wurden an eine fremde Adresse geliefert, und der Empfänger ist damit über alle Berge.
Sie haben in Hamburg Geld abgehoben und waren nie dort?

Das sind nur ein paar Beispiele dafür, was Kriminelle mit Ihren Daten alles anfangen können – und diese sind noch von der harmloseren Art.

Im Internet hinterlassen Sie immer Spuren. Die IP-Adresse Ihre Rechners wird gespeichert, Sie akzeptieren Cookies auf Webseiten und bekommen elektronischen Besuch, ohne es zu merken.
Sie beziehen Newsletter und Informationen und geben dafür Ihre E-Mail-Adresse und Ihren Namen preis.
Dazu die Bankverbindung und die Kreditkartennummer, alles miteinander verbinden – und schon können Kriminelle in Ihrem Namen Geschäfte machen und sich bereichern, natürlich auf Ihre Kosten.

Ähnlich dem Gefühl nach einem Einbruch, dass die persönliche Privatsphäre nicht mehr sicher ist, ergeht es Ihnen dann in der digitalen Welt.
Im Real Life können Sie umziehen, die Adresse wechseln – in der digitalen Welt ist das (fast) nicht möglich.

Seit neuestem gibt es sogar Versicherungen gegen den digitalen Identitätsdiebstahl, die Sie vor Missbrauch in Internet und im Darknet schützen sollen. Einige Beispiele:

Das Angebot der ARAG (mit besserem Urheberrechtsschutz)
Identitäts-Versicherung der Schufa
Identitäts-Schutz PLUS der DEVK Rechtsschutzversicherungs AG

Solche Versicherungen sind nicht unbedingt nötig, denn Risiken aus dem Onlinekauf und dem Onlinebanking sind auch in einer herkömmlichen Rechtsschutzversicherung.

Mehr zum Thema gibt’s hier.

Viel Spass beim Lesen!

Kerstin Armbrust-Krinn